Grotmoor: Weitere 96 Hektar Moorfläche wiedervernässt
Im Grotmoor bei Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein sind weitere 96 Hektar Moorfläche wiedervernässt worden. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat den zweiten Bauabschnitt des Wiedervernässungsprojekts abgeschlossen. Durch den Rückbau von Entwässerungsstrukturen und die Errichtung von Torfwällen soll das Wasser künftig dauerhaft im Moor gehalten werden.
Intakte Moore sind effiziente Kohlenstoffspeicher und spielen eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Obwohl sie weltweit nur etwa drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, speichern sie rund ein Drittel des globalen Bodenkohlenstoffs. Vor mehr als 100 Jahren wurde das Grotmoor trockengelegt. Künftig werden durch die Wiedervernässung jährlich rund 1 200 Tonnen CO₂ weniger freigesetzt. Diese Einsparung leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz des Landes Schleswig-Holstein.
Torfmoose wachsen wieder
Auf dem ersten Bauabschnitt sind schon erste Erfolge der Wiedervernässung aus dem Winter 2022/23 sichtbar: Das Wasser bleibt nach ergiebigen Regenfällen in der Fläche und seltene Tierarten wie Moorfrosch und Kranich haben das Gebiet zurückerobert. Auch typische Moorpflanzen wie beispielsweise die Torfmoose wachsen dort wieder.
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