Großer Wellenströmungskanal: Künstliche Tsunamis für reale Sicherheit
Im Großen Wellenströmungskanal GWK+ der Universitäten Braunschweig und Hannover haben Wissenschaftler*innen Tsunami-Wellen erzeugt. Damit wollen sie untersuchen, wie sich die Wassermassen auf Bauwerke auswirken. Ziel ist es, die Folgen solcher Extremereignisse besser vorhersagen und Schäden künftig reduzieren zu können. Im Projekt „AngryWaters“ wollen die Wissenschaftler*innen ein Simulationswerkzeug entwickeln, das für Extremereignisse wie einen Tsunami oder auch eine Sturzflut wie im Ahrtal zuverlässigere Vorhersagen ermöglicht: Wie weit dringt Wasser in bebaute Gebiete ein? Wie schnell steigt der Wasserstand? Welche Auswirkungen haben bei der Überflutung die einstürzenden Gebäude auf die Strömungsdynamik? Die Wellenmaschine erzeugt lange Wellen, die sich über den GWK+ ausbreiten, sich über einer Böschung aufbauen, brechen und dann über eine horizontale Plattform auslaufen. So ähnlich könnte das Überflutungsszenario einer Küstenstadt, über den Strand in die Küstenebene, aussehen. Über die gesamte Länge des 300-Meter-Kanals ist die Welle zunächst nicht erkennbar. Ähnlich wie bei einem echten Tsunami.
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