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Grenzüberschreitendes Fernwärmeprojekt in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec gestartet

Nach sechs Jahren Planung fiel am 31. März 2026 in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec der Startschuss für die Bauphase des grenzüberschreitenden Fernwärmeprojekts UNITED HEAT. Bis 2030 stellen beide Städte ihre Wärmeerzeugung vollständig auf erneuerbare Energieträger um. Zum Einsatz kommen Solarthermie mit saisonaler Speicherung, Wärmerückgewinnung aus See- und Abwasser, Biomassekessel sowie Power-to-Heat-Anlagen. Diese Transformation ermöglicht eine jährliche CO₂-Einsparung von knapp 50 000 Tonnen. Das entspricht in etwa dem Ausstoß von 28 000 PKW im Jahr. Mit einem feierlichen Spatenstich auf dem Gelände der Görlitzer Kläranlage begannen die Stadtwerke Görlitz (SWG AG), ein Unternehmen von Veolia, und der polnische Wärmeversorger SEC Zgorzelec, eine Tochter von E.ON, den Bau von insgesamt zwölf Kilometern Verbindungsleitung, die zwei Städte, zwei Länder und zwei Fernwärmenetze zu einem gemeinsamen System zusammenführen. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt soll bis 2030 abgeschlossen sein.

Rafał Gronicz (Bürgermeister Zgorzelec), Paweł Gancarz (Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien), Konrad Wojnarowski (Unterstaatssekretär Energieministerium Polen), Marten Bunnemann (CEO E.ON Energy Infrastructure Solutions), Katherina Reiche (Bundesministerin für Wirtschaft und Energie), Octavian Ursu (Oberbürgermeister Görlitz), Michael Kretschmer (Ministerpräsident Sachsen), Martin Ridder (CEO Energie & Wasser, Veolia) (v. l. n. r.) auf dem Gelände der Görlitzer Kläranlage. (Foto: Stadtwerke Görlitz/Nikolai Schmidt)

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