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Forschungsprojekt: Vom Ausbruchmaterial zum Baustoff

Im Forschungsprojekt „Geo-BAB“ untersucht ein interdisziplinäres Konsortium, wie Ausbruch- und Aushubmaterial durch thermische Behandlung und chemische Aktivierung als CO2-arme Alternative zu herkömmlichem Zement verwertet werden können. Um bindige Böden wie Schluffe und Tone wieder verwenden zu können, setzt das Forschungsprojekt auf das Verfahren der Kalzinierung. Dabei wird tonhaltiges Material getrocknet, gemahlen und erhitzt.

Um das Potenzial dieser kalzinierten Tone auszuschöpfen, verfolgen die Projektpartner zwei technologische Ansätze: In klinkerreduzierten Systemen soll das behandelte Material einen Teil des herkömmlichen Zementklinkers ersetzen. Dabei ist von besonderem Interesse, welcher Anteil durch kalzinierten Ton ersetzbar ist, ohne dass die Qualität leidet. Parallel dazu untersucht das Konsortium auch gänzlich zementfreie Bindemittel. Bei diesen wird die Festigkeitsentwicklung durch Aktivatoren wie Wasserglas initiiert. Das Ergebnis ist ein alternatives Bindemittel, das eine besonders ressourcenschonende Alternative für die Bauindustrie darstellt.

Das Verbundprojekt „Geo-BAB“ (Kalzinierung geogener Sekundärrohstoffe aus dem Tunnelbau zur Herstellung alternativer Bindemittel) – beteiligt sind STUVA e. V. und TH Köln sowie drei Praxispartner – wird über zwei Jahre von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen mit rund 650 000 Euro im „Innovationsprogramm Straße“ gefördert.

Kalzinierte Tone, Natursand, Zement und Wasser, wie sie im Vorgängerprojekt untersucht wurden (Foto: Benedict Bremert/TH Köln)

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