Forschungsprojekt: Solarbetriebene Kläranlage für den Katastrophenfall
EnsAK – Entwicklung einer neuartigen, solarbetriebenen Abwasserbehandlung für den Katastrophenfall heißt ein Forschungsprojekt von Prof. Dr.-Ing. Markus Röhricht (Technische Hochschule Mittelhessen). Nach der Grundlagenforschung im Labor seit September 2024 ist das Projekt nun in die praktische Phase übergegangen: Eine Versuchskläranlage ist in der Kläranlage Lollar aufgebaut.
Ein Reaktor, stabile Schaumstoffwürfel und Mikroorganismen: Das sind die wichtigsten Bestandteile der neuen Kläranlage. Dabei soll die Kläranlage tagsüber mit Solarstrom betrieben werden können, in der Nacht dagegen ruhen. Die kleine Kläranlage, die aktuell in Lollar betrieben wird, hat die Firma Saygin & Stein innerhalb weniger Tage aufgebaut. So, wie es auch im Katastrophenfall funktionieren muss. Nach Angaben von Markus Röhricht hält die Versuchskläranlage schon den Grenzwert bei der organischen Schmutzfracht ein der in Deutschland für große Kläranlagen gilt. Die Versuchsanlage in Lollar soll einen kompletten Jahreszyklus durchlaufen, um zu sehen, wie gut das Abwasser auch bei unterschiedlichen Temperaturen gereinigt wird. Nach dem Versuch soll die optimierte Anlage überall dort eingesetzt werden können, wo Krisen oder Kriege Menschen in Notsituationen bringen.
Partner des Forschungsprojekts sind die Firma Saygin & Stein und die EMW filtertechnik GmbH, der Zweckverband Lollar-Staufenberg ist ideeller Projektpartner.
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20251219_002