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Forschungsprojekt untersucht dezentrale Wasserwiederverwendung

In einem gemeinsamen Projekt untersuchen sieben Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA), wie sich häusliches Abwasser für die landwirtschaftliche Bewässerung nutzen lässt.

Das Verbundprojekt nennt sich PU2R und steht für Point-of-Use-Re-Use. Ziel ist es, Möglichkeiten der dezentralen Wasserwiederverwendung zu analysieren. Bewässerung von Nutzpflanzen im Labor und Freiland könnte so erfolgen. Klimatische Veränderungen führen regional vermehrt zu akuter Wasserknappheit, wodurch Nutzungskonkurrenzen, beispielsweise zwischen Trinkwasserversorgung und landwirtschaftlicher Bewässerung, entstehen können. In dünnbesiedelten Regionen Deutschlands und der Welt, die über keine zentrale Abwasserinfrastruktur verfügen, kann eine dezentrale Wasserwiederverwendung zu einem resilienteren Wassermanagement beitragen. Abwasser wurde dazu aus abflusslosen Sammelgruben mit einer mobilen Aufbereitungsanlage auf einem LKW eingesammelt, vor Ort bedarfsorientiert (mit Erhalt der Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphor) behandelt und als Bewässerungswasser für die Landwirtschaft bereitgestellt.

Unter Verwendung regenerativer Stromquellen und im angepassten Sommerbetrieb mit alleiniger Kohlenstoffelimination arbeitet die Pilotanlage voraussichtlich ökologisch verträglicher und ökonomisch zu vergleichbaren Kosten wie die aktuelle Leerung der abflusslosen Sammelgruben mit dieselbetriebenen Saugwagen. Die Untersuchungen an einem Modellstandort in Brandenburg zeigten jedoch auch Herausforderungen: Organische Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände und Haushaltschemikalien werden nicht vollständig entfernt. Mögliche Auswirkungen auf Pflanzen, Böden und Grundwasser wurden deshalb in Labor- und Freilanduntersuchungen sowie mithilfe von Simulationen untersucht. Die Ergebnisse flossen auch in die Entwicklung nationaler Regelungen zur Wasserwiederverwendung ein.

Webcode

20261014_003

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