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Fischsterben in der Oder: Wissenschaftler empfehlen mehr Renaturierung und weniger Salzgehalt

Die Salz- und Nährstoffbelastung der Oder müsste gesenkt werden, Auen revitalisiert und mehr Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden, um die Widerstandskraft des Flusses langfristig zu stärken. Das sind Empfehlungen, die Forscherinnen und Forschern als Ergebnisse des „Sonderuntersuchungsprogramms zur Umweltkatastrophe in der Oder“ formuliert haben. Der Ergebnisbericht wurde am 15. Juni 2026 vorgestellt. Die Untersuchungen zeigen unter anderem, dass sich Fisch- und Muschelbestände in der Oder zwar langsam erholen, die vollständige Regeneration jedoch noch mehrere Jahre dauern wird. Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) wurden die Ursachen der toxischen Algenblüte, die damals zu der Umweltkatastrophe führten, die ökologischen Folgen sowie die Regeneration des Fluss-Auen-Ökosystems in Deutschland untersucht.

In dem Sonderuntersuchungsprogramm wurde außerdem ein satellitenbasiertes Algenmonitoring entwickelt, um toxische Algenentwicklungen in Kombination mit Vor-Ort-Messungen besser vorauszusagen. Dies dient der Risikoabschätzung und der Frühwarnung. Auch Polen überwacht die Oder engmaschig und informiert die deutsche Seite kontinuierlich.

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