Feuchtgebiet Merklinger Ried: 1,3 Millionen Förderung für Wiedervernässung
Das Merklinger Ried (Weil der Stadt, Baden-Württemberg), soll renaturiert werden. Das Merklinger Ried ist nicht nur ein einzigartiger Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt in der Region. Mit dem Projekt möchte die Kommune das Feuchtgebiet stabilisieren, den Ausstoß von Treibhausgasen vermindern und wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen sichern. Das Bundesumweltministerium unterstützt die Maßnahmen aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) mit rund 1,35 Millionen Euro.
Weil der Stadt reagiert mit dem Projekt auf die fortschreitende Austrocknung des Merklinger Rieds, die durch die starke Absenkung des Grundwasserspiegels verursacht wird. Diese Entwicklung ist vor allem auf die starke Vertiefung des Flussbetts der Würm seit der Begradigung des Flusses in den 1960er- und 1970er-Jahren sowie zunehmend trockene Sommer infolge des Klimawandels zurückzuführen. Das Moor verliert dadurch an Substanz, und die Lebensgrundlage vieler Pflanzen und Tiere geht verloren. Um das auszugleichen, legt die Stadt Regenwasserkanäle an und leitet gezielt Wasser zurück in das Gebiet. Ergänzend werden Feuchtwiesen und Schilfflächen gepflegt und renaturiert, um die Lebensräume typischer Röhricht- und Feuchtgebietsarten wie Teichrohrsänger und Rohrammer aufzuwerten.
Webcode
20260224_004