Extreme im Meer: Hitzewellen nehmen zu und Sturmfluten werden höher
Wärmere Meere, häufigere Hitzewellen, steigende Meeresspiegel und höhere Sturmfluten: Diese Folgen des Klimawandels für Nord- und Ostsee sind bereits spürbar und werden sich weiter verschärfen. Diese Ergebnisse ihrer Untersuchungen präsentieren Expertinnen und Experten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) beim ExtremWetterKongress am 24./25. September 2025 in der HafenCity Universität Hamburg.
Im Sommer 2025 stiegen in der Nordsee die Temperaturen auf den höchsten Stand seit Beginn der BSH-Messungen 1969. Die durchschnittliche Oberflächentemperatur lag bei 15,8 °C – und damit großflächig mehr als 2 °C über dem langjährigen Mittel. Auch die Ostsee verzeichnete regional Höchstwerte. Mit 16,9 °C entsprach der Sommer etwa dem langjährigen Mittel. Eine Trendumkehr sei nicht in Sicht: Das BSH und das Dänische Meteorologische Institut (DMI) erstellten Klimasimulationen, die eine weitere signifikante Erwärmung projizieren, sofern die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduziert werden.
Nicht nur die durchschnittliche Temperatur steigt, auch marine Hitzewellen nehmen zu. Diese Extremereignisse von mindestens fünf Tagen Dauer mit ungewöhnlich hohen Temperaturen für die Zeit und den Ort setzen die Meeresumwelt unter Druck. Mit der Erwärmung steigt auch der Meeresspiegel – weltweit und an den deutschen Küsten. Ursachen sind die Ausdehnung des Wassers bei höheren Temperaturen und das Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden. In Cuxhaven stieg der Meeresspiegel seit 1900 um über 25 Zentimeter, in Warnemünde um mehr als 20 Zentimeter.
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