Anzeige

Europäisches Parlament für ein stärkeres Vorgehen gegen die Instrumentalisierung des Wassers

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments fordern die EU auf, ihr außenpolitisches Handeln im Bereich der Wasserpolitik zu verstärken und wasserbezogene Risiken besser in die Bemühungen zur Konfliktprävention und Friedenssicherung einzubeziehen. Ein entsprechender Bericht wurde Anfang Juni 2026 vom Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten angenommen. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments sind sich einig, dass die Zusammenarbeit im Wasserbereich trotz des zunehmenden Drucks auf die gemeinsamen Wasserressourcen weiterhin unzureichend ist. Obwohl 153 UN-Mitgliedstaaten grenzüberschreitende Gewässer teilen, bestünden derzeit nur 43 Abkommen. Sie fordern die EU auf, Partnerländer bei der Aushandlung und Umsetzung solcher Vereinbarungen zu unterstützen. Der Text fordert zudem eine Stärkung der EU-Überwachungs- und Frühwarnkapazitäten im Hinblick auf wasserbezogene Konflikte, einschließlich der gezielten Zerstörung von Wasserquellen und Infrastruktur.

Webcode

20260610_006