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EU-Verordnung über Detergenzien überarbeitet

Das europäische Parlament hat im Januar 2026 überarbeitete Regeln verabschiedet, um den EU-Rahmen für Waschmittel und Tenside zu aktualisieren und neue Marktentwicklungen wie Waschmittel mit lebenden Mikroorganismen als Wirkstoffe sowie den Verkauf von Nachfüllpackungen zu berücksichtigen. Die überarbeiteten Vorschriften sollen schädliche Auswirkungen von Waschmitteln und Tensiden auf die Gesundheit und die Ökosysteme weiter verringern. Um die potenziellen Risiken neuer, auf Mikroorganismen basierender Waschmittel zu managen, wird die Kommission eine spezielle Risikobewertungsmethodik entwickeln. Nach einer Übergangsfrist müssen organische Inhaltsstoffe von Waschmitteln (ausgenommen Tenside), deren Anteil 10 % des Produktinhalts übersteigt, Kriterien der biologischen Abbaubarkeit erfüllen. Die Kommission hat die Möglichkeit, diesen Schwellenwert nach einer Bewertung zu senken. Um die Plastikverschmutzung effektiver zu bekämpfen, müssen die Polymerfolien, die rund 70 % der Waschmitteltabletten und -kapseln umgeben, innerhalb von sechs Jahren biologisch abbaubar sein. Um die bestehenden Grenzwerte für Phosphor zu senken, muss die Kommission die potenziellen Auswirkungen innerhalb von zwei Jahren analysieren. Mit der Abstimmung ist der Entscheidungsprozess abgeschlossen. Die Regeln treten 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft und gelten dreieinhalb Jahre später.

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20260122_006