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EU-Projekt DECIRE-WATER: Dezentrale Technologien zur Wasseraufbereitung und Wiederverwendung

Im europäischen Forschungsprojekt DECIRE-WATER (Decentralized Solutions for a Circular and Efficient Water Management – from Demonstration to the Market) entwickeln internationale Partner unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) dezentrale Lösungen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft. Nach einem Jahr Entwicklungsphase haben die Beteiligten mehrere Demonstrationsanlagen in Betrieb genommen. Dort testen sie die Technologien nun unter realen Bedingungen, um sie weiterzuentwickeln.

Die entwickelten Technologien sollen nicht nur die Wiederverwendung von Wasser effizienter und wirtschaftlicher machen, sondern auch die Rückgewinnung wertvoller Ressourcen wie etwa der Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphor ermöglichen. Die Systeme lassen sich sowohl eigenständig als auch ergänzend zu bestehenden zentralen Infrastrukturen einsetzen. Sie bieten damit Lösungen für Wohnungen und Wohnblöcke ebenso wie für ganze Stadtgebiete. Im Fokus stehen dabei naturbasierte Lösungen wie bepflanzte Bodenfilter. In den mit Sand oder Kies gefüllten und mit Schilf oder anderen Pflanzen bewachsenen Becken bauen Mikroorganismen Schadstoffe ab und reinigen so das Abwasser. Je nach Verschmutzungsgrad des Abwassers kommen ergänzend technische Verfahren wie Membranbioreaktoren zur biologischen Reinigung oder UV-Anlagen zur Keimreduzierung zum Einsatz. Digitale Technologien überwachen den Betrieb kontinuierlich, erkennen Risiken frühzeitig und unterstützen eine sichere und effiziente Abwasserbehandlung.

Die Leistungsfähigkeit der entwickelten Systeme untersuchen die Forschenden – unter der wissenschaftlichen Koordination der RPTU – nun an sechs Demonstrationsstandorten in Europa und Südafrika. An DECIRE-WATER sind 15 Partnerinstitutionen aus Deutschland, Griechenland, Österreich, Polen, Spanien, Südafrika und Tschechien beteiligt. Die Laufzeit beträgt drei Jahre, das Gesamtbudget beläuft sich auf fünf Millionen Euro.

Modularer Container-Bodenfilter mit Rohrleitungssystem, Filtermedium und Schilfbepflanzung zur dezentralen Wasseraufbereitung (Foto: J. Rettig, Julian Rettig | Fotografie)

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