EU-Kommission: Aktionsplan zur Abwehr von Drohnenbedrohungen vorgelegt
Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan zur Bekämpfung der zunehmenden Bedrohung der Sicherheit der EU durch Drohnen vorgelegt. Er konzentriert sich auf die zivile innere Sicherheit, unterstützt die Arbeit der Kommission im Verteidigungsbereich und stärkt die zivil-militärischen Synergien. Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, sagte: „Drohnen- und Drohnenabwehrfähigkeiten sind zentrale Komponenten für die Verteidigung Europas und die Sicherung kritischer Infrastrukturen.“
Mit einem Drohnen-Sicherheitspaket will die EU-Kommission die bestehenden Vorschriften für zivile Drohnen überarbeiten. Das Paket umfasst eine koordinierte Risikobewertung zum Schutz der technologischen Lieferketten sowohl für Drohnen als auch für Drohnenabwehrsysteme sowie die Einführung eines EU-Gütesiegels für vertrauenswürdige Drohnen zur Identifizierung sicherer Geräte auf dem Markt.
Angesichts der aktuellen Bedrohungslage und insbesondere der zunehmenden Verwendung von Drohnenschwärmen müssen 5G-Netze dringend für die Erkennung von Drohnen genutzt werden, unabhängig davon, ob diese vernetzt sind oder nicht. Um den raschen Einsatz und Live-Tests der 5G-basierten Erkennung zu unterstützen, wird die Kommission eine Aufforderung zur Interessenbekundung für die Mitgliedstaaten und die Industrie veröffentlichen.
Die EU-Kommission wird nun Gespräche mit den Mitgliedstaaten über die vorgeschlagenen Maßnahmen und die wichtigsten Prioritäten aufnehmen. Dabei wird sie auch eng mit anderen Akteuren, einschließlich der Industrie und des Europäischen Parlaments, zusammenarbeiten.
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