Düren: Abwasser wird zur Wärmequelle
Die Stadtwerke Düren (SWD), der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und die Glashütte Düren beabsichtigen, gemeinsam eine innovative, nachhaltige Wärmeversorgung für ein Wohnquartier (Glashüttenstraße) aufzubauen und zu betreiben. Als Wärmequelle soll dabei das zwischen 15 und 30 °C warme Abwasser im Hauptsammler des WVER genutzt werden, der in unmittelbarer Nähe des Glashüttengeländes verläuft. Die bislang ungenutzte Wärme des Abwassers soll künftig über die vom WVER im neuen Abwasserkanal eingebauten Wärmetauscher gewonnen, im Heizwerk der SWD auf dem Gelände aufgenommen und anschließend in ein vom Eigentümer der Glashütte errichtetes Wärmenetz eingespeist werden. Auf über 32 000 Quadratmetern vermieteter Fläche bestehend aus Büro-, Gewerbe- und Serviceflächen arbeiten derzeit täglich über 1500 Menschen im Glashüttenquartier.
Die Wärmeversorgung der Glashütte Düren soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. In einer ersten Phase werden die Bereiche erschlossen, in denen bereits heute zahlreiche Unternehmen und Betriebe ansässig sind und Wärme für Büroräume wie Werkstatthallen benötigen. In einer zweiten Phase soll der sich noch in Entwickelung befindende Bereich der früheren Glashütten saniert und wärmeseitig angebunden werden. Die Investitionssumme für das gemeinsame Projekt liegt nach derzeitiger Planung bei rund fünf Millionen Euro. Davon tragen die Stadtwerke Düren rund 60 Prozent, WVER und die Glashütte jeweils rund 20 Prozent. Das Vorhaben wurde bereits in der Planungsphase durch die Bundesregierung gefördert und soll auch in der Umsetzungsphase rund zwei Millionen Euro an Fördermittel erhalten. Die Inbetriebnahme des Wärmenetzes ist nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2028 vorgesehen.
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