Drohnen und KI erkennen invasive Pflanzen an Fließgewässern
Projekt "MapAid"
Geoinformatiker wollen gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück invasive Pflanzen in schwer zugänglichen Feuchtgebieten mithilfe von Drohnen und Künstlicher Intelligenz (KI) frühzeitig erkennen. Im Projekt "MapAid" sollen insbesondere Lebensräume entlang von Fließgewässern untersucht und damit auch Renaturierungsmaßnahmen unterstützt werden.
Die sogenannten „Feuchten Hochstaudenfluren“ entlang von Fließgewässern bieten eine wertvolle biologische Vielfalt. Gleichzeitig werden sie zunehmend durch invasive Neophyten, also nicht-heimische Pflanzenarten, bedroht. Flüsse fungieren dabei als natürliche Transportwege. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um die Ausbreitung einzudämmen. Kameragestützte Drohnen sollen die Untersuchungsgebiete überfliegen und mithilfe hochauflösender Multispektralkameras großflächig Daten erfassen. Eine KI identifiziert anschließend invasive Pflanzenarten. In den Gewächshäusern der Hochschule Osnabrück werden einzelne Neophyten sowie heimische Stauden gezielt vorgezogen. Über ihre gesamte Wachstumsphase hinweg werden die Pflanzen regelmäßig mit Multispektralkameras fotografiert. Anhand dieser repräsentativen Laborbilder lernt die KI das spezifische Aussehen der Pflanzen kennen.
Gefördert wird das Projekt, das am 1. September 2026 startet, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit einer Summe von rund 173.000 Euro. Am Projekt beteiligt sind Geoinformatiker und -informatikerinnen der Universität Osnabrück gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und dem Natur- und Geopark TERRA.
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