Digitaler Zwilling für Reifenabrieb in Entwicklung
Mit dem Projekt „SUMERA“ entwickelt das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz ein digitales Modell, das Reifenabrieb umfassend simuliert und Emissionen vorhersagbar macht. Nach Angaben des ADAC fallen allein in Europa jedes Jahr etwa 500 000 Tonnen Abriebpartikel an. In Deutschland, so wird geschätzt, geht rund ein Drittel der gesamten Mikroplastik-Emissionen auf synthetischen Kautschuk aus Autoreifen zurück. Mit der neuen Euro-7-Abgasnorm, die ab Ende 2026 gilt, werden zudem Grenzwerte für Reifen- und Bremsabrieb eingeführt. Erstmals werden damit auch nicht-abgasbedingte Emissionen reguliert.
Mit dem Forschungsprojekt „SUMERA“ (Simulationsmethoden zur Untersuchung von Feinstaub- und Mikroplastikemissionen durch Reifenabrieb) legt das Fraunhofer ITWM die Grundlage für eine ganzheitliche digitale Simulation von Reifenabrieb. Mit einen Digitalen Zwilling sollen Unternehmen zukünftig dabei unterstützt werden, neue Designs zu entwickeln. Der virtuelle Reifen bildet das Zusammenspiel von Reifenprofil, Gummimischung, Straßenbelag und Fahrdynamik genau ab, so das Fraunhofer ITWM. Das Wissenschaftsministerium Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit knapp 500 000 Euro.
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20260226_001