Digitale Zwillinge: Chancen und Hürden für eine klimaangepasste Stadtentwicklung
Digitale Zwillinge können Städte effizienter und klimafreundlicher machen. Eine neue Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) zeigt: Für ihren breiten Einsatz braucht es vor allem klare Standards, verlässliche Finanzierung und tragfähige Governance-Strukturen. Urbane digitale Zwillinge verknüpfen physische Infrastrukturen mit digitalen Modellen und kontinuierlichen Datenflüssen. Sie integrieren Geobasis-, Fach- und Sensordaten und ermöglichen Simulationen und Prognosen, zunehmend unterstützt durch Künstliche Intelligenz. Anwendungen reichen von Starkregen- und Hitzesimulationen über Luftqualitätsanalysen bis hin zur Optimierung von Energie- und Verkehrssystemen.
Die Studie zeigt ein breites Spektrum an Potenzialen: Urbane digitale Zwillinge können Emissionen reduzieren, die Ressourceneffizienz verbessern und städtische Prozesse effizienter gestalten. Zudem eröffnen sie neue Möglichkeiten für Transparenz, Bürgerbeteiligung und datenbasierte Entscheidungen in Politik und Verwaltung. Dem stehen erhebliche Herausforderungen gegenüber. Dazu zählen hohe Anforderungen an Datenverfügbarkeit, Interoperabilität und Rechenleistung sowie fehlende Standards. Hinzu kommen hohe Investitions- und Betriebskosten und vielfach unklare Finanzierungsmodelle – insbesondere für kleinere Kommunen. Erschwerend wirkt zudem, dass belastbare Nachweise zum konkreten Nutzen bislang oft fehlen.
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