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Deutscher Umweltpreis für Pionier der Membranfiltration

Innovative Abwassertechnik

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnet den Membranfilter-Ingenieur Dr.-Ing. Klaus Vossenkaul mit dem Deutschen Umweltpreis 2026 aus. Der Gründer und Geschäftsführer der Membion GmbH wird für seine Innovationen bei der Membranfiltration in der Abwasserreinigung geehrt.

Die Membion GmbH entwickelt und produziert innovative Membranfilter für die energieeffiziente Abwasserreinigung in Membranbioreaktoren (MBR) für Kommunen und die Industrie. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt bezeichnet die Technologie, die Klaus Vossenkaul entwickelt hat, als eine "neue Ära der Abwasserreinigung". Mit der Membrantechnologie lassen sich problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und multiresistente Keime aus dem Abwasser filtern. Diese Technologie ist im Vergleich zu herkömmlichen Filtern wesentlich energiesparender.

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde spricht von „neuen Maßstäben für die Abwasserreinigung: beste Wasserqualität, minimaler Energiebedarf und maximale Platzersparnis. Das macht Kläranlagen zukunftsfest.“ „Dünne Röhrchen, die aus Klärschlamm kristallklares Wasser filtrieren. Sie sehen aus wie Spaghetti, sind hohl wie Makkaroni und etwa 1,60 Meter lang“, so der Preisträger Vossenkaul. Sie bestehen aus vier Kunststoffen und vor allem: haben so feine Poren, dass die Membranen problematische Stoffe aus dem Abwasser herausfiltern.

Vossenkaul teilt sich eine der höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas in Höhe von insgesamt 500.000 Euro mit der Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen. Die DBU vergibt den Deutschen Umweltpreis 2026 am 25. Oktober beim Festakt in Aachen zum 34. Mal. Überreicht wird die Ehrung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul in der Produktionshalle seiner Firma Membion
Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul in der Produktionshalle seiner Firma Membion in Roetgen bei Aachen. Er erhält 2026 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Bild: Klaus Jongebloed/DBU

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