DeniDrain: Beprobungen zu natürlichem Nitratabbau in der Drainzone abgeschlossen
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat ihre bundesweit durchgeführte Geländekampagne im Rahmen des Forschungsprojekts DeniDrain erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts hatten die BGR-Fachleute zwei Jahre lang an repräsentativen Standorten in Deutschland Proben aus dem ungesättigten Bodenbereich zwischen der Wurzelzone und dem Grundwasser genommen, um herauszufinden, wie viel Nitrat in diesem Abschnitt – der Drainzone – natürlich abgebaut wird und damit nicht ins Grundwasser gelangt. Bisher gibt es in der Forschung kaum geeignete Untersuchungen zu dieser Frage. Die Denitrifikation in der Drainzone kann das Grundwasser vor übermäßigem Nitrateintrag schützen und zugleich stärkere Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität verhindern.
Das Projekt DeniDrain umfasste insgesamt Beprobungen an 20 deutschen Standorten mit unterschiedlichen Bodeneigenschaften und verschieden mächtigen Drainzonen. Die gewonnenen Proben werden derzeit von der zweiten am Projekt beteiligten Behörde, dem Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig, in Laborstudien untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass die N2O- und N2-Emissionen bis zu 4 µg N pro Kilogramm am Tag betragen können. Damit könnten pro Hektar und Jahr mehrere Kilogramm Nitrat in der Drainzone abgebaut werden. Die Abbaurate ist dabei abhängig von den Standorteigenschaften.
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