Chiemsee startet Monitoring zur invasiven Quaggamuschel
Klein, dreieckig, bräunlich: Die Süßwassermuschel aus dem Schwarzmeer- und Aralsee-Raum breitet sich rasant im europäischen Raum aus. So auch im Chiemsee. Ein neues Monitoring soll untersuchen, wie sich die Art entwickelt und welche Auswirkungen sie auf das Ökosystem des Sees haben. Auch Fischbestände leiden.
2024 wurde die Quaggamuschel erstmals im bayerischen See entdeckt. Die Dreissena rostriformis kann sich stark vermehren. Sie entzieht dem Wasser erhebliche Mengen an Plankton. Dadurch verändern sich Nahrungsnetze und Stoffkreisläufe. Der Bezirk Oberbayern schreitet nun gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sowie der Fischereigenossenschaft Chiemsee ein. Der Bezirksausschuss stimmte dem Vorhaben des wissenschaftlichen Monitorings am 1. Oktober zu, wie der Bezirk Oberbayern berichtet. Anfang 2027 beginnt die Erfassung. Die Regierung von Oberbayern stellt dafür Fördermittel bereit. Besonders betroffen sein können nach Angaben des Bezirks Jungfische und die Renke. Da sich Larven und Jungtiere leicht in Restwasser oder an feuchten Sportgeräten festsetzen, gilt der Wassersport als Hauptübertragungsweg.
(mit dpa)
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