Anzeige

Bundesumweltminister Schneider fordert neuen Umgang mit Wasser

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und anhaltend niedriger Pegelstände in zentralen deutschen Gewässern fordert Bundesumweltminister Carsten Schneider ein grundlegendes Umdenken in der nationalen Wasserwirtschaft.

In einer aktuellen Stellungnahme des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) machte der Minister deutlich, dass die Sicherung der Wasserversorgung eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre darstellt. „Wir müssen als Land einen neuen Umgang mit Wasser finden: effizienter, vorausschauender, gerechter. Wasser möglichst schnell abzuleiten und nasse Flächen trockenzulegen, das war Wasserpolitik der letzten Jahrhunderte. Heute ist die Aufgabe, Wasser so gut wie möglich in der Landschaft zu halten. Das bedeutet zum Beispiel, trockene Moore wiederzuvernässen, Flüssen mehr Raum zu geben und Wälder zu stabilen Mischwäldern umzubauen. Für all das gibt es schon gute Beispiele im Land, die funktionieren und Grundwasservorräte dauerhaft stabilisieren. Aber auch die öffentliche Wasserversorgung muss fit gemacht werden für die neue Realität des Klimawandels. Leistungsfähige Wasserspeicher, Kanalnetze und Kläranlagen sind entscheidende Zukunftsinvestitionen. Die Länder tun daher gut daran, die Mittel aus dem Sondervermögen zu einem relevanten Teil in die Wasserinfrastruktur zu investieren", so Schneider.

Mit dem Forum "Zukunft Wasser" will das Bundesumweltministerium die Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie weiter voranbringen und den Austausch über die Zukunft der Wasserressourcen breiter in die Gesellschaft tragen. Neben der natürlichen und technischen Infrastruktur als Wasservorsorge nannte Schneider auch Investitionen in Wasserqualität als Kernaufgabe. Entscheidend dafür ist die neue vierte Reinigungsstufe in den Kläranlagen. Zusammen mit EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall untermauerte der Bundesumweltminister seine Prioritäten. Zu der Veranstaltung kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Sicherheit zusammen.

Lesen Sie auch: Wasserresilienz: EU startet Plattform

Webcode

20261005_007

GFA News bei Google bevorzugen

Fügen Sie GFA News als bevorzugte Quelle hinzu und lassen Sie unsere Fachmeldungen in der Google-Suche stärker hervorheben.

Als bevorzugte Quelle hinzufügen