Bremen: Neuorganisation der Stadtentwässerung ab 2029
Ziel der Bremer Politik ist es, die Stadtentwässerung ab 2029 vollständig in kommunaler Verantwortung zu organisieren und gleichzeitig die Trinkwasserversorgung langfristig sicher und zukunftsfest aufzustellen. Der Bremer Senat hatte der entsprechenden Vorlage bereits am 25. August 2026 zugestimmt. Die Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat am 17. September 2026 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Im Mittelpunkt der Entscheidung steht die vollständige Übernahme der Hansewasser Bremen GmbH (HWB) durch die Stadtgemeinde Bremen. Nach „intensiven und konstruktiven Verhandlungen mit der Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH (HVE – ein Gemeinschaftsunternehmen der swb AG und der Gelsenwasser AG) wurde eine einvernehmliche Lösung gefunden“, so die genannte Deputation in einer Mitteilung: Die Stadt Bremen erwirbt von der HVE für 49,9 Millionen Euro die Gesellschaftsanteile an der HWB sowie das sogenannte Drittgeschäft der HVE, also die von der HVE mit externen Dritten abgeschlossenen Verträge und Geschäftsbeziehungen.
Zudem hat der Senat dem Abschluss einer Endschaftsvereinbarung mit der HVE zugestimmt, die einen Kaufpreis von 49,9 Millionen Euro vorsieht, anstelle einer Kündigung. Damit soll die ursprünglich geplante Kündigung des bestehenden Vertragswerks durch eine partnerschaftliche Einigung ersetzt werden. Dies schafft frühzeitig Planungssicherheit, reduziert rechtliche und wirtschaftliche Risiken und ermöglicht eine geordnete Übergangsphase bis zur vollständigen Übernahme ab dem 1. Januar 2029.
Auch bei der Neuorganisation der Trinkwasserversorgung geht es planmäßig voran: Bis Ende 2026 sollen die Voraussetzungen für die künftige Trinkwasserkonzession geschaffen werden. Das Vergabeverfahren ist für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen, sodass die neue Konzession zum 1. Januar 2029 starten kann.
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20261009_004
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