Anzeige

Biomasse aus wiedervernässten Mooren eignet sich als Dämmstoff

Biomasse von Nasswiesen und wiedervernässten Moorflächen lässt sich zu leistungsfähigen Naturfaserdämmstoffen verarbeiten. Das zeigen Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI.

Für die Untersuchungen wurde Nasswiesenbiomasse zunächst in einem Refiner thermomechanisch zerfasert. Daraus stellten die Forschenden Dämmstoffplatten mit Abmessungen von bis zu 1 000 x 500 x 40 Millimetern her. Die Platten erreichten bei einer Rohdichte von rund 100 Kilogramm pro Kubikmeter eine Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,040 W/(m·K). Damit liegt ihre Dämmleistung nach Angaben des Fraunhofer WKI auf dem Niveau etablierter Holzfaserdämmstoffe.

Die Nutzung sogenannter Paludi-Biomasse kann insbesondere für wiedervernässte Moorflächen interessant sein. Deren Wiedervernässung reduziert Treibhausgasemissionen und erhält Kohlenstoffspeicher. Gleichzeitig könnte die dort erzeugte Biomasse künftig als Rohstoff unter anderem für Dämm- und Leichtbauwerkstoffe dienen. Die Arbeiten entstanden im Forschungsprojekt „HyLight“. Die Ergebnisse sollen nun unter anderem für die weitere Optimierung der Faseraufbereitung und der daraus hergestellten Dämmstoffe genutzt werden.

Webcode

20261001_004

GFA News bei Google bevorzugen

Fügen Sie GFA News als bevorzugte Quelle hinzu und lassen Sie unsere Fachmeldungen in der Google-Suche stärker hervorheben.

Als bevorzugte Quelle hinzufügen