BBSR-Studie: Digitale Lösungen verbessern die Vorsorge gegen Hochwasser und Starkregen
Digitale Technologien können Kommunen dabei unterstützen, Risiken von Hochwasser und Starkregen frühzeitig zu erkennen, Vorsorgemaßnahmen gezielt zu planen und im Ernstfall schneller zu handeln. Das zeigt eine neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Danach können digitale Werkzeuge Kommunen entlang des gesamten Vorsorgezyklus unterstützen: von der Risikoanalyse über die Planung von Schutzmaßnahmen bis hin zur Warnung der Bevölkerung. Sensoren liefern Pegel- und Niederschlagsdaten in Echtzeit. Datenplattformen führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen. Mittels Urbanen Digitalen Zwillingen – datenbasierte 3D-Modelle der Stadt – lässt sich simulieren, welche Straßen, Gebäude oder Infrastrukturen bei Starkregen besonders gefährdet sind. Dadurch können Kommunen Risiken besser bewerten, Maßnahmen gezielter planen und Einsatzkräfte im Ereignisfall wirksam unterstützen.
Anhand von fünf Praxisbeispielen aus den Modellprojekten Smart Cities zeigt die Studie, wie Kommunen digitale Technologien bereits einsetzen:
• Berlin und Dresden nutzen digitale Modelle und Simulationen, um Starkregenabflüsse sichtbar zu machen und blau-grüne Infrastruktur wie Parks, Retentionsräume und Versickerungsflächen gezielt zu planen.
• Der Eifelkreis Bitburg-Prüm verbessert mit Sensoren die Datengrundlage an kleineren Fließgewässern und entwickelt ein KI-gestütztes Frühwarnsystem.
• Solingen setzt auf Umweltsensoren und digitale Kommunikationswege, um die Bevölkerung bei Extremwetterereignissen gezielt zu informieren.
• Der Landkreis Hof nutzt einen digitalen Zwilling, um Hochwasserrisiken sichtbar zu machen, und bündelt Daten, Analysen und Fachwissen in einer Beratungsstelle für seine 27 kreisangehörigen Kommunen.
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