Bayern will Geothermie-Ausbau erleichtern – Grundwasserschutz im Fokus
Bayern plant weitere Erleichterungen für die Nutzung oberflächennaher Geothermie. Wie das Bayerische Umweltministerium mitteilt, sollen Genehmigungsverfahren vereinfacht und bürokratische Hürden abgebaut werden. Gleichzeitig soll der vorsorgende Grund- und Trinkwasserschutz gewährleistet bleiben.
Das Bayerische Umweltministerium setzt sich dafür ein, dass Wärmepumpen und Erdwärmesonden mit einer Leistung bis einschließlich 50 kJ/s künftig grundsätzlich keine wasserrechtliche Erlaubnis mehr benötigen, soweit dies im Einzelfall mit dem vorsorgenden Grundwasserschutz vereinbar ist. Der entsprechende Antrag und die Durchführung eines Verfahrens würden entfallen, es bedürfte lediglich einer digitalen Bohranzeige.
Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Verbänden, Praxis und Wissenschaft erarbeitet derzeit Vorgaben für grundwasserstockwerksübergreifende Bohrungen. Dabei geht es insbesondere um geeignete Standorte, technische Anforderungen und notwendige Qualitätssicherungsmaßnahmen. Die Ergebnisse sollen in die Aktualisierung des gemeinsamen Leitfadens „Erdwärmesonden in Bayern“ einfließen.
Um den Ausbau der oberflächennahen Geothermie bestmöglich zu unterstützen und dabei auch den vorsorgenden Grund- und Trinkwasserschutz im Blick zu behalten, erarbeitet aktuell eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Verbänden, Praxis und Wissenschaft entsprechende Vorgaben für im Einzelfall mögliche Standorte von grundwasserstockwerksübergreifenden Bohrungen, deren technische Ausführung und die notwendigen Qualitätssicherungsmaßnahmen.
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