Bayern: Gewässerthermie kann bedeutenden Beitrag zur Wärmewende leisten
Flüsse und Seen bieten ein erhebliches Potenzial, um heimische erneuerbare Wärme für Gebäude und Wärmenetze bereitzustellen und so die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Nach Angaben der bayerischen Staatsregierung verfügen 667 der 2056 Kommunen im Land über nutzbare Potenziale zur Flussthermie, für 309 Kommunen entlang der größten Flüsse ist eine Nutzung besonders aussichtsreich. Das erschließbare Potenzial wird auf 10 bis 27 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr geschätzt. Damit könnten zwischen 220 000 und 610 000 Wohngebäude beheizt sowie 6 bis 16 Prozent des bayerischen Wärmebedarfs gedeckt werden. Ergänzend bieten 31 Seen in 69 Kommunen gute Voraussetzungen für Seethermie. Voraussetzung für den Einsatz sind die Einhaltung wasserrechtlicher und ökologischer Vorgaben sowie ergänzende Wärmeerzeuger für längere Frostperioden mit zu niedrigen Wassertemperaturen. Insgesamt kann die Gewässerthermie einen Beitrag für eine klimafreundliche, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung in Bayern leisten.
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