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Bauhaus-Universität Weimar für „Vertikale KlimaKlärAnlage“ ausgezeichnet

Die Bauhaus-Universität Weimar und das Institut für Angewandte Bauforschung Weimar wurden in der Kategorie „Akademische Arbeiten und Forschung“ einem „Tilia Award“ ausgezeichnet. Prämiert wurde das interdisziplinäre Forschungsprojekt „GrayToGreen“ für die Kombination aus vertikaler Begrünung und Grauwasserreinigung.

Im Zentrum des Projekts steht das „Reallabor VertiKKA“ mit der „vertikalen Klimakläranlage“, einer modular aufgebauten Grünfassade. Zur Bewässerung wird Grauwasser eingesetzt, das durch ein integriertes Reinigungssubstrat aufbereitet wird. An der Außenseite des Systems wachsen Pflanzen, die über ein Vlies mit dem gereinigten Wasser versorgt werden. Zusätzlich erzeugen vorgehängte, bewegliche Photovoltaik-Elemente Energie und schützen die dahinter wachsenden Pflanzen vor Hitze, Starkregen oder Wind. Verschiedene physikalische Effekte, darunter Verschattung und Verdunstung, können zur Verbesserung der thermischen Gebäudehülle sowie des Stadtklimas beitragen, wie mit Sensoren gemessen wird. Gegenstand der aktuellen Forschung sind darüber hinaus Laboranalysen zu Mikrokunstpartikeln im Wasser, die Weiterentwicklung des Reinigungssubstrats durch den Einsatz von Sekundär- bzw. Recyclingmaterialen sowie eine umfassende Lebenszyklusanalyse.

Die vielfältigen Themenbereiche werden durch die Professuren Bauphysik, Siedlungswasserwirtschaft und Technologien urbaner Stoffstromnutzungen und Ressourcenwirtschaft sowie das IAB-Institut für angewandte Bauforschung Weimar bearbeitet.

Die Tilia Awards richten sich an Projekte, die Pflanzen als zentrales Element ihrer Idee und Gestaltung oder Wirkung begreifen. Sie wurden am 20. März 2026 erstmals verliehenen „Tilia Awards“ ausgezeichnet; dahinter steht die in Berlin ansässige Urban Utopia GmbH.

Zur Bewässerung der Fassadenpflanzen wird aufbereitetes Grauwasser genutzt. Das Reallabor befindet sich in Weimar. (Foto: Rosa Rump)

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