Bau eines Flusswasserwerks für Industrie in Dresden
Die Halbleiterindustrie in Dresden soll ihr Wasser ab 2030 aus einem neuen Flusswasserwerks beziehen. Der Kommunalversorger SachsenEnergie hat Anfang Juni 2026 mit Hochtief einen Generalübernehmer für Planung, Genehmigung und Bau der Anlage beauftragt. Ab 2030 soll das erste Dresdner Flusswasserwerk Unternehmen des größten europäischen Halbleiterclusters im Dresdner Norden mit Industriewasser versorgen. Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung von der industriellen Nutzung nachhaltig zu trennen und beide Systeme zukunftssicher aufzustellen. In Spitzenzeiten kann die Anlage täglich bis zu 67 000 Kubikmeter Wasser bereitstellen und auch die Erweiterungsfähigkeit wurde vorausgedacht. Rund 80 Prozent des genutzten Wassers fließt gereinigt über die Stadtentwässerung zurück in die Elbe. Somit werden selbst bei Niedrigwasser der Elbe nach Angaben von Sachsen Energie weniger als 0,23 Prozent des Wassers entnommen, das täglich pro Sekunde durch Dresden fließt. Die Gesamtkosten für das System der Industriewasserversorgung, inklusive Transportleitungen, liegen nach derzeitigem Stand bei über 300 Millionen Euro und werden zu großen Teilen von SachsenEnergie übernommen. Die Landeshauptstadt Dresden und der Freistaat Sachsen beteiligen sich mit 150 Millionen Euro.
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