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Baden-Württemberg: 1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Mit 1,2 Millionen Euro unterstützt das Land Baden-Württemberg das Forschungsvorhaben SPIRIT. Untersucht werden Ansätze, die möglicherweise auch auf den mit PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) verunreinigten Bodenflächen in den Regionen Rastatt/Baden-Baden und Mannheim zum Einsatz kommen könnten. In Mittelbaden und Mannheim sind etwa 1700 Hektar Ackerland mit PFAS belastet. Die Verunreinigung, die durch mit Papierschlämmen versetztem Kompost verursacht wurde, ist bereits ins Grundwasser vorgedrungen. Im Bereich Rastatt/Baden-Baden sind auch Trinkwasserfassungen betroffen.

Bisher wird oftmals durch lokalen Bodenaustausch oder Versiegelung der weitere Eintrag unterbunden. Dringend gesucht wird eine Methode, PFAS ohne Bodenaushub aus den Böden zu entfernen (in-situ Sanierung). Zu diesem Zweck werden in einem Forschungsvorhaben der Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS) der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) drei erfolgversprechende Ansätze zu in-situ Sanierungstechnologien für die Böden in der Oberrheinebene untersucht. In der ersten Phase des Projekts werden diese Technologien zunächst im Labor getestet. Dabei wird versucht, die im Boden festsitzenden PFAS-Vorläufersubstanzen durch Wärmezufuhr vom Boden zu lösen (thermische Desorption) oder durch beschleunigte mikrobielle Transformation zu mobilisieren, aufzufangen und zu entfernen. Ebenso wird untersucht, ob das Grundwasser unter den Böden durch geeignet platzierte Drainagen im Boden geschützt werden kann. In der zweiten Phase sollen die erfolgreich im Labor angewandten Ansätze in Feldversuchen im Landkreis Rastatt sowie im Stadtkreis Baden-Baden getestet werden. Ergebnisse der Phase 1 des Projekts werden im Februar 2027 erwartet.

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