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Artenvielfalt stärkt ökologische Funktionen von Kleingewässern

Eine hohe Artenvielfalt trägt dazu bei, die ökologischen Funktionen von Tümpeln und Teichen zu erhalten. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Central University of Catalonia mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).

Die Studie umfasst 206 Kleingewässer in sieben europäischen Ländern und deckt ein breites Spektrum an Klimazonen, Landschaften und Gewässertypen ab. Für jeden Tümpel erfasste das Forschungsteam wichtige Umweltfaktoren wie den Nährstoffgehalt im Wasser, die Landnutzung im Umkreis von 100 Metern, die Größe und Tiefe des Tümpels sowie die klimatischen Bedingungen. Die Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Tümpel mit größerer Artenvielfalt wiesen eine höhere Multifunktionalität des Ökosystems auf. Die Studie zeigt außerdem, dass die Artenvielfalt in trockenen Klimazonen eine größere Rolle spielt. Dort fanden die Forschenden einen stärkeren Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und ökologischen Funktionen als in feuchten Gebieten. Ein bereits bekanntes Phänomen wurde zudem bestätigt: dass eine hohe Nährstoffbelastung die Funktionen von Kleingewässern beeinträchtigt. Viele Tümpel befinden sich auf landwirtschaftlichen Flächen. Düngemittel, die im Pflanzenanbau eingesetzt werden, erhöhen häufig die Menge an Stickstoff und Phosphor, die in nahegelegene Gewässer gelangt.

Schon gewusst? Teiche machen mehr als 30 Prozent der weltweiten Fläche von Binnengewässern aus. Aufgrund ihrer geringen Größe haben sie oft keinen Schutzstatus.

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