Anlage zur thermochemischen Aufbereitung von Klärschlammaschen in Veitshöchheim geplant
In Veitshöchheim (Bayern) wird die erste Anlage geplant, die über das thermochemische Canaphos-Verfahren Phosphor aus Klärschlammasche zurückgewinnen soll. Der Produktionsbeginn ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Es werden jährlich 15 000 t Klärschlammasche verarbeitet und rund 16 000 t Phosphatdünger produziert, der in den regionalen Markt fließen soll. Hinter Canaphos stehen als Gesellschafter und Umsetzungspartner die Michaelis GmbH & Co. KG und die sePura GmbH. Der Firmenname Canaphos leitet sich von Calciumnatriumphosphat ab, dem Zielprodukt dieses Prozesses.
Das Canaphos-Verfahren arbeitet nach Angaben der Unternehmen abwasserfrei und nahezu abfallfrei. Der Prozess benötigt lediglich Natriumcarbonat als Aufschlussmittel. Durch gezielte Verfahrensführung können im Prozess für die Anwendung als Düngemittel kritische Schwermetalle abgereichert werden. Zur Ascheaufbereitung setzt Canaphos auf ein in sich geschlossenes Energiekonzept mit überwiegend elektrischer Beheizung und interner Wärmerückgewinnung. Für die Grundvariante mit 15 000 t Klärschlammasche pro Jahr ist laut dem Unternehmen für den Betrieb eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung im vereinfachten Verfahren ausreichend.
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