Ammersee: Wärme für 35 000 Haushalte
Mit einem nutzbaren Wärmepotenzial von rund 277 GWh könnte der Ammersee den Jahreswärmebedarf von rund 35 000 Haushalten decken. Das hat eine Studie im Zuge des Projekts „AmmerSeethermie“ ergeben. Im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums untersuchten Forscher dabei mithilfe von 3D-Modellierung das Energiepotenzial des Sees.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bezeichnete bei der offiziellen Bekanntgabe der Studienergebnisse in Stegen am Ammersee am 20. Jul 2026 Gewässerthermie als weiteren Baustein der bayerischen Wärmewende: „Allein Flussthermie könnte rund 700 Gemeinden in Bayern mit Wärme versorgen und rund 10 Prozent des gesamten Jahreswärmebedarfs in Bayern decken. Von Seethermie könnten weitere 69 Gemeinden unmittelbar profitieren.“
Das Projekt „AmmerSeethermie“ umfasst zwei Schwerpunkte: zum einen das Wärmepotenzial des Ammersees und wie viel Energie es zur Wärmeversorgung der umliegenden Kommunen beitragen könnte. Zum anderen eine detaillierte Checkliste für Kommunen, wie geplante Gewässerthermie-Projekte konkret umgesetzt und kommuniziert werden könnten.
Im Zuge der Potenzialanalyse für den Ammersee erforschte die Ingenieurgesellschaft Prof. Kobus und Partner das tatsächliche Potenzial des Sees. Mit weiterem Fortgang des Projekts werden zudem die Potenziale am Tegernsee, Schliersee und dem Kleinen Brombachsee analysiert. Eine Studie im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums kam bereits im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass für rund 30 Prozent aller Gemeinden in Bayern nutzbare Energie aus angrenzenden Flüssen verfügbar wäre. Zusätzlich bieten 31 Seen günstige Voraussetzungen. Mittels Gewässerthermie könnten damit rund 220 000 bis zu 610 000 Wohngebäude geheizt werden.
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