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Älteste Trinkwassertalsperre Deutschlands wird reaktiviert

Die Eschbachtalsperre, aus der Remscheid (Nordrhein-Westfalen) mit Trinkwasser beliefert wird, wird im Jahr 2024 für die Versorgung reaktiviert. Die 1891 eingeweihte Eschbachtalsperre ist die erste Trinkwasser-Talsperre Deutschlands. Als erste Gewichtsstaumauer nach dem Intze-Prinzip gilt sie als Pionierleistung des Wasserbaus. Etwas in die Jahre gekommen, wurde das Wasserwerk Eschbachtal 2004 außer Betrieb genommen – es entsprach nicht mehr dem Stand der Technik. Und man ging davon aus, dass die Große Dhünntalsperre allzeit genug Wasser liefern würde.

2020 hat der Rat der Stadt Remscheid beschlossen, mit der Eschbachtalsperre die Trinkwasserversorgung der Stadt für die Zukunft zu sichern. Die Staumauer selbst war schon Anfang der 1990er-Jahre mit einer zusätzlichen Beton-Dichtwand verstärkt worden. Im Sommer 2023 wurde ein neues, leistungsfähiges Notstromaggregat im Wasserwerk eingebaut. Und ab 2024 wird eine neue Ultrafiltrationsanlage die Voraussetzung dafür schaffen, dass das Wasserwerk Eschbachtal voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2025 wieder ans Netz gehen kann. Die „wasserrechtliche Bewilligung für die Entnahme von Rohwasser“ von der Bezirksregierung Düsseldorf liegt seit Mai 2023 vor.

Das Wasserwerk im Eschbachtal kann nach dem Einbau der neuen Ultrafiltrationsanlage im Normalbetrieb bis zu 0,75 Millionen Kubikmeter Rohwasser pro Jahr zu Trinkwasser aufbereiten. In Ausnahmefällen, zum Beispiel nach längerer Trockenheit oder wenn die Große Dhünntalsperre kein Wasser mehr liefert, darf die Entnahmemenge aus der Eschbachtalsperre auf bis zu 3,0 Millionen Kubikmeter pro Jahr erhöht werden – das wären dann rund 40 % des Remscheider Bedarfs.

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20231218_004

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