483 000 Euro für besseren Wasserrückhalt in Spree-Neiße
Die Folgen des Klimawandels werden den regionalen Wasserhaushalt in Zukunft belasten. Das Aktionsprogramm "Wasserhaushalt PLUS" geht proaktiv mit dieser Herausforderung um. 483 000 Euro werden in Brandenburg in die Hand genommen, um Wasser länger in der Landschaft zu halten.
Mit der Investition sollen an mehreren Teichen in der Gemeinde Neuhausen/Spree und im Amt Döbern-Land Stauanlagen, Rohrleitungen und Dämme erneuert werden. Mit dem Aktionsprogramm stellt die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg seit Jahresbeginn insgesamt fünf Millionen Euro für Gewässerprojekte bereit. Gefördert werden insbesondere Kommunen und Gewässerunterhaltungsverbände. Die Anpassung von Gewässern und Wasserhaushalten an den Klimawandel stehen im Fokus. Bislang sind 16 Projektanträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als drei Millionen Euro eingegangen, 13 davon wurden bereits bewilligt. Ein Beispiel dafür ist das Vorhaben des Gewässerverbands Spree-Neiße.
Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) erklärt: „Wir investieren in zusätzliche Maßnahmen, damit auch in Zukunft ausreichend Wasser in Brandenburg verfügbar bleibt. Wasser länger in unseren Landschaften zu halten, ist eines der wichtigsten Ziele, um Brandenburg an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Deshalb haben wir Anfang des Jahres gemeinsam mit der Stiftung NaturSchutzFonds das Aktionsprogramm "Wasserhaushalt PLUS" gestartet. Die große Nachfrage zeigt: Es gibt einen hohen Bedarf an Maßnahmen, die unseren Wasserhaushalt stärken.”
Konkret beziehen sich die Aktivitäten auf den Johannesteich. Mit rund 19 Hektar Fläche ist er eines der größten Stillgewässer im Schutzgebiet. Der Bügelteich sowie der südliche Bereich des Schlossteichs werden hinzugenommen. Die Gewässer prägen die historische Teichlandschaft, die bis ins Jahr 1845 zurückgeht. Altersbedingt sind viele der Staubauwerke in einem schlechten Zustand. Ausgeplatzter Beton, Risse, korrodierte und verrostete Stahlteile sowie undichte Rohrleitungen erschweren die Wasserhaltung erheblich. Teilweise lassen sich die Wasserstände nur noch provisorisch regulieren. Langfristig würden die Teiche verlanden und damit auch wertvolle Lebensräume für Amphibien, Libellen oder Wasservögel in dem Naturschutzgebiet verloren gehen.
Seit 1995 betreut die Stiftung die Ersatzzahlung im Land Brandenburg. Mehr rund 1.400 Naturschutzprojekte hat die Stiftung in diesen Jahren gemeinsam mit Landkreisen und Kommunen, Verbänden und Vereinen sowie weiteren Partnern wie zum Beispiel Landwirtschaftsbetrieben, Kirchengemeinden oder Privatpersonen möglich gemacht oder in eigener Trägerschaft verwirklicht.
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