28 Projekte für den Hochwasserschutz an der Oberen Lippe
Der Pakt für Hochwasserschutz wächst weiter: Land und Region Obere Lippe besiegeln eine engere Zusammenarbeit. Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, haben die Partner im Rathaus Rüthen den Regionalpakt für Hochwasserschutz für das Gebiet der Oberen Lippe unterzeichnet. Das Abkommen knüpft direkt an die erste Unterzeichnung für die Emscher-Lippe-Region vom Juli 2026 an.
„Ein Fluss fragt nicht, wer für welchen Abschnitt zuständig ist. Wenn wir die Menschen wirksam vor Hochwasser schützen wollen, müssen wir ihn von der Quelle bis zur Mündung als Ganzes betrachten“, sagte Umweltminister Oliver Krischer in Rüthen. „Der Klimawandel verändert unsere Gewässer schon heute. Das nächste Extremwetter wird kommen. Mit dem Pakt für Hochwasserschutz bereiten wir uns gemeinsam besser auf Starkregen und Hochwasser vor.“
Vor der Unterzeichnung im Rathaus besuchte der Minister gemeinsam mit Volker Karthaus, dem Geschäftsführer des Wasserverbands Obere Lippe, das Hochwasserrückhaltebecken Pöppelsche. Die Anlage zeigt, wie technischer Schutz in der Praxis funktioniert: Ein 17,5 Meter hoher Erddamm fängt bei starkem Regen bis zu 1,59 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Pöppelsche und dem Hoinkhauser Bach auf. Über einen Grundablass fließt das Wasser nur gedrosselt ab. So staut sich die Welle im Becken auf und die Hochwasserspitze wird gekappt. Das schützt gezielt die Menschen flussabwärts: Ohne das Becken würde die Pöppelsche den Fluss Gieseler überlasten und bei Extremwetter Siedlungen wie Lippstadt-Bökenförde oder den Ort Bad Westernkotten überfluten.
- Sie betrachten Flussgebiete als Einheit und arbeiten grenzüberschreitend zusammen.
- Sie beschleunigen Planungen und Genehmigungen.
- Sie sichern aktiv Flächen für künftige Rückhalteräume.
- Sie nutzen digitale Werkzeuge, um besser zu planen und zu warnen.
- Sie stärken die private Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger.
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