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Donaustaaten beschließen neuen Plan zum Schutz der Gewässer

Die Ministerkonferenz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) hat Anfang Februar den Bewirtschaftungsplan für die kommenden sechs Jahre beschlossen. Damit wollen die Staaten im gesamten Donauraum die Lebensräume für wasserabhängige Tiere und Pflanzen verbessern und die Verschmutzung der Donau weiter verringern. Gleichzeitig nahmen die Teilnehmer*innen den Managementplan nach der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie und eine Ministererklärung an. In den vergangenen Jahren konnten beim Schutz der Donau bereits große Fortschritte erzielt werden. So gelangen aktuell rund 30 Prozent weniger Schadstoffe aus Kläranlagen in die Donau und ihre Zuflüsse als noch 2015. Das gelang vor allem durch Investitionen in moderne Technik sowie eine verbesserte Abwasserinfrastruktur im gesamten Donauraum. Zudem konnte der Eintrag an Nährstoffen aus der Landwirtschaft in sechs Jahren um 20 Prozent gesenkt werden. Zusammen mit dem Bewirtschaftungsplan haben die Ministerinnen und Minister auch eine Ministererklärung beschlossen. Diese Erklärung greift die wichtigen Aspekte der Wasserbewirtschaftung im Flussgebiet der Donau auf und setzt sie in Bezug zum IKSD-Motto, ein saubereres, gesünderes und sichereres Donaueinzugsgebiet zu erreichen („cleaner, healthier, safer”). Dazu zählt nicht nur die Verbesserung des Zustands der Gewässer, sondern auch die Anpassung an die Auswirkungen der Klimakrise. Der neue Bewirtschaftungsplan der IKSD setzt auf weitere Modernisierung der Abwasserinfrastruktur im Donauraum. In den vergangenen 15 Jahren haben die Donaustaaten bereits 28 Milliarden Euro allein in die Verbesserung der Abwasserinfrastruktur investiert. Dadurch konnte die an vielen Stellen noch immer hohe Wasserverschmutzung erheblich verringert werden. Diesen erfolgreichen Weg wollen die Staaten im Donaueinzugsgebiet auch weiterhin gehen und weitere zielführende Maßnahmen ergreifen, die im Bewirtschaftungsplan festgehalten sind. Im Fokus steht der kontinuierliche Expertenaustausch über Erkenntnisse und neue wissenschaftliche Methoden. Ziel ist es, bestehende Gefahrenquellen zu reduzieren und beispielsweise die Standsicherheit von Dämmen in Absetzbecken für den Bergbau zu verbessern. Auch soll das grenzüberschreitende Warn- und Alarmsystem von Expert*innen regelmäßig überprüft werden. Die Donaustaaten wollen die Lebensräume für Tiere und Pflanzen in den Gewässern weiterhin verbessern oder wiederherstellen. In den kommenden sechs Jahren sollen zum Beispiel weitere Flussauen renaturiert werden. Außerdem sollen Wanderhindernisse beseitigt werden, damit Fische und weitere Lebewesen wieder ungehindert das gesamte Ökosystem durchqueren können. Vor allem sollen so die Donau-Störe im Flussgebiet wieder heimisch werden. Die IKSD arbeitet aktiv an der Überwindung der großen Wanderhindernisse mit, derzeit vor allem am Eisernen Tor, den Staudämmen in der Donau an der Grenze von Rumänien und Serbien.

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