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Staustufe Gundelfingen wird für Fische durchgängig

Im Auftrag der Obere Donau Kraftwerke AG (ODK) hat LEW Wasserkraft Ende November mit vorbereitenden Arbeiten für den Bau der Fischwanderhilfe am Donaukraftwerk in Gundelfingen begonnen. Die Bauarbeiten an der Fischwanderhilfe selbst beginnen ein paar Wochen später und dauern voraussichtlich bis Herbst 2023. Die Fischwanderhilfe entsteht an der linken Uferseite der Donau und setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen. Dabei wird teilweise der vorhandene Entwässerungsgraben genutzt und umgestaltet. Als Einstieg in die Fischwanderhilfe entsteht unterhalb des Kraftwerks ein Raugerinne-Beckenpass. Dieser besteht aus terrassenförmig angeordneten Becken, die mit Steinen unterschiedlicher Größe ausgekleidet sind. Daran schließt als zweiter Abschnitt ein naturnahes Umgehungsgerinne an. In diesem Bereich entstehen mit Elementen wie Kiesflächen oder Wurzelstöcken unterschiedliche Gewässerstrukturen. Sie stellen attraktive Lebensräume für Fische und Kleinlebewesen dar und können auch als Laichhabitate dienen. Auf diesen naturnahen Abschnitt folgt ein zweiter Raugerinne-Beckenpass und schließlich ein Ausstiegsbauwerk aus Beton, um die restliche Höhendifferenz zum Oberwasser zu überwinden. Insgesamt wird die Fischwanderhilfe rund 600 Meter lang. In den nächsten Jahren werden auch an den fünf weiteren Staustufen der ODK in Oberelchingen, Leipheim, Günzburg, Offingen und Faimingen Fischwanderhilfen gebaut. Insgesamt investiert ODK als Kraftwerkseigentümer rund 12 Millionen Euro in den Bau der sechs Fischwanderhilfen bis 2030.

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20211201_006

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