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Managementplan für Roßlauer Elbauen steht

Naturnahe Auen tragen zum Hochwasserschutz bei, bieten eine hohe biologische Vielfalt und gehören zu den letzten wilden Ökosystemen Mitteleuropas. Entlang der Auen am Olbitzbach nahe Roßlau gestaltet der streng geschützte Biber ungestört seinen Lebensraum. Die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, greift dem größten Nager Deutschlands auf ihrer rund 1645 Hektar großen Fläche unter die „Arme”: Mit dem Naturerbe-Entwicklungsplan für die Roßlauer Elbauen stehen die Schwerpunkte für die Naturschutzmaßnahmen der kommenden zehn Jahre fest, eine zentrale Rolle spielt der Flussauenschutz an Elbe und Olbitzbach. Auch die Auenwälder und alten Solitäreichen an den Ufern sollen erhalten werden. Das Auengrünland in den Roßlauer Elbauen gehört in Zeiten des Elbe-Hochwassers zu den natürlichen Überschwemmungsflächen. Bis 2006 hatten unter anderem die sowjetischen Streitkräfte und später die Bundeswehr die Liegenschaft als Übungsplatz genutzt. In den Jahren 2008 und 2013 übertrug der Bund die Roßlauer Elbauen als Teil des Nationalen Naturerbes in zwei Tranchen an das DBU Naturerbe. Bereits 2015 hat die Stiftungstochter auf rund 1,7 ha unter anderem große Fahrzeughallen zurückbauen lassen. Teile der Militärgebäude hat sie für den Naturschutz umfunktioniert und etwa Bunker als Fledermausquartiere hergerichtet.

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20200218_003

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