150 Millionen Euro: Modernisierung des Klärwerks Emscher-Mündung
Die Emschergenossenschaft investiert erheblich in ihren Standort auf dem Gelände des Klär-werks Emscher-Mündung (KLEM) in Dinslaken. Insgesamt 150 Millionen Euro sind unter an-derem für die Sanierung der drei Faulbehälter, die Installation von Photovoltaikanlagen, den Bau einer neuen Lehrwerkstatt für Auszubildende sowie in die Modernisierung der Blockheiz-kraftwerke eingeplant – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Die bestehende Betriebswasseranlage auf dem KLEM wird aufgrund des altersbedingten Ver-schleißes erneuert. Der Bau hat kurz nach Ostern 2026 begonnen. Nach einer Bauzeit von ca. neun Monaten ist die Fertigstellung für Anfang 2027 geplant. Die Emschergenossenschaft er-neuert darüber hinaus auch die Schlammbehandlungsanlage auf dem KLEM und bringt sie auf den aktuellen Stand der Technik. Der Neubau umfasst unter anderem die Überschussschlamm-behandlung sowie die Beschickung zu den Faulbehältern. Die Fertigstellung ist für Mitte 2029 geplant.
Im Zuge der neuen Schlammbehandlungsanlage erfolgt auch eine Sanierung der drei ca. 40 Meter hohen Faultürme auf dem KLEM. Dazu werden die Behälter nacheinander entleert, ge-reinigt und saniert. Die geplante Fertigstellung des ersten Faulbehälters ist für Mitte 2027 anvi-siert. Im Anschluss werden aufeinanderfolgend die beiden anderen Faulbehälter bis Mitte 2029 saniert.
Die bestehenden fünf Blockheizkraftwerke (BHKW) auf dem KLEM stammen aus dem Jahr 1998 und werden nun aufgrund des altersbedingten Verschleißes, der entsprechend hohen Stör-anfälligkeit und des geringen Wirkungsgrades abgerissen und mit einer Effizienzsteigerung von 144 Prozent, so die Emschergenossenschaft, erneuert. Geplante Fertigstellung ist im Frühjahr 2028. Im Zuge der Erneuerung der BHKW-Anlage erfolgt zusätzlich auch eine Sanierung der beiden Gasspeicher und der dazugehörigen Schächte. Ebenso saniert werden die beiden Gasfa-ckeln für den Notbetrieb im Falle eines Anlagenausfalls. Die Sanierung der Gastechnik rund ums BHKW ist aktuell bereits im Gange – die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.
Zur Erreichung der Energieautarkie am Standort des KLEM errichtet die Emschergenossen-schaft großflächig Photovoltaikanlagen. Die Fertigstellung der Gesamtanlage sowie die voll-ständige Inbetriebnahme ist für März 2027 geplant. Zur Erreichung der Energieautarkie des KLEM soll eine Windenergieanlage auf dem Kläranlagengelände errichtet werden. Geplant ist ein rund 150 Meter hohes Windrad auf einem noch zu verfüllenden Becken einer alten Vorklä-rung. Die Windkraftanlage wird bis zu 15 Prozent der benötigten jährlichen Energie des KLEM erzeugen können. Die Emschergenossenschaft geht bei einem Baubeginn im Frühjahr 2028 von einer Fertigstellung der Windenergieanlage bis Ende 2028 aus.
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