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02.03.2022

Ruhrverband betreibt Laufwasserkraftwerke an den oberen Ruhrstauseen künftig selbst

Der Ruhrverband nimmt mit Wirkung zum 1. Mai 2022 den Betrieb der Laufwasserkraftwerke am Hengsteysee, am Harkortsee (Wetter) und an der Wehranlage Stiftsmühle in eigene Hände. Die Betriebsführung wird im Laufe des Jahres vom bisherigen Betreiber RWE Power AG auf den Ruhrverband übergehen. Durch die Betriebsübernahme der Laufwasserkraftwerke kann der Ruhrverband den Fremdbezug des an seinen Betriebsanlagen verbrauchten Stroms weiter reduzieren und durch regenerativ erzeugte Energie ersetzen. Die drei Laufwasserkraftwerke mit einer durchschnittlichen Jahresstromerzeugung von zusammen mehr als 31 Gigawattstunden könnten rein rechnerisch einen großen Teil des Fremdstrombezugs des Wasserwirtschaftsunternehmens (aktuell 42 Gigawattstunden) decken - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer ausgeglichenen Klimabilanz. Die Kraftwerke wurden in den Jahren 1926 bis 1931 beim Bau der beiden Stauseen bzw. der Staustufe vom Ruhrverband errichtet und befinden sich in dessen Eigentum. Seit Inbetriebnahme sind sie an das Energieunternehmen RWE (zuletzt RWE Power AG) verpachtet, das außerdem am Hengsteysee das Pumpspeicherkraftwerk (PSW) Herdecke betreibt. Die Vereinbarung zwischen dem Ruhrverband und der RWE Power AG zur Auflösung der Pachtverträge wurde am 1. März 2022 unterzeichnet.

Das Laufwasserkraftwerk am Hengsteysee gehört zu den drei Kraftwerken, die der Ruhrverband künftig selbst betreiben wird. (Foto: Ruhrverband)

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