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22.11.2021

Wasserwiederverwendung: Forschungsprojekt zu physikalischen Verfahren zur Wasseraufbereitung

Innovative physikalische Verfahren könnten helfen, den Frischwasserbedarf in der Lebensmittelverarbeitung zu senken. Das Forschungsprojekt Physics for Food startet nach erfolgreichen Laborversuchen hierzu einen Praxistest in einer Fabrik in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern). Dabei sollen umweltbelastende Stoffe und Keime aus dem Prozesswasser der Zuckerproduktion durch eine neuartige Kombination verschiedener physikalischer Verfahren wie mechanische Filter, Aktivkohle, Ultraschall, Ozonung, UV-Behandlung sowie gepulsten elektrischen Feldern (PEF) entfernt werden. Zusätzlich kommt eine spezielle Plasmatechnologie zum Einsatz, die Pestizide und Rückstände von Pharmazeutika mittels einer dielektrisch-behinderten Entladung (DBE) unschädlich machen soll. Die verschiedenen Module werden im Verlauf des Projekts an unterschiedlichen Abwässern auf ihre Effektivität getestet. Der mobile Demonstrator kann pro Stunde bis zu 2500 Liter Abwasser reinigen. Die Anlage ermöglicht es, die Wirkung der verschiedenen eingesetzten Verfahren auf die jeweilige Wasserzusammensetzung einzeln und in Kombination zu testen, um die optimale Konstruktion von großtechnischen Anwendungen für unterschiedliche Einsatzbereiche vorzubereiten. Wissenschaftlicher Leiter des Projekts ist Prof. Dr. Jürgen Kolb vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald. Das mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderte Projekt läuft noch bis Ende 2022.

Mobile Physics for Food- Wasseraufbereitungsanlage in der Cosun Beet Company Anklam: Demonstrator inklusive Grob- und Feinfilter, Ozon-, UV-, Aktivkohle-, Ultraschall-, Plasma- und PEF-Modulen. (Foto: INP)

Weiterführende Links
physicsforfood.org

Webcode: 20211122_005