Anzeige


07.07.2020

Starkregenrekorde vor allem am Alpenrand

Der meiste Starkregen fällt am Alpenrand. Dies zeigt eine Auswertung des Deutschen Wetterdienstes für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft seit dem Jahr 2001. Den Rekord hält Aschau im Chiemgau mit 115 Stunden seit 2001. Dicht dahinter folgen Berchtesgaden (102,2 Stunden) und Ruhrpolding mit 101,7 Stunden. Bayern ist aufgrund seiner topographischen Lage besonders anfällig für schwere Unwetter. „Die Nordränder der Mittelgebirge und das Alpenvorland zählen grundsätzlich zu den gefährdetsten Gebieten in Deutschland”, sagt Andreas Becker, Klimaexperte beim DWD. Gleiches gelte für die Westhänge der Mittelgebirge. Trotz dieser Häufigkeit der Starkregen im Alpenvorland sind schwere Unwetter deutschlandweit gleich wahrscheinlich. Denn auch im Flachland kommt es regelmäßig zu Wolkenbrüchen. So liegt das am stärksten betroffene Postleitzahlgebiet außerhalb Bayerns in Berlin-Halensee (PLZ 10711) - mit 71 Starkregenstunden. Insgesamt gab es seit 2001 bundesweit 43 Fälle, in denen Meteorologen von Jahrhundertstarkregen sprechen. 2014 traf es beispielsweise Münster in Nordrhein-Westfalen, im vergangenen Jahr das Umland von Berlin.

Webcode: 20200707_002