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17.06.2020

Abbaueffiziente Reinigungsmethode für Weinbauabwasser

Das Wissenschaftskonsortium „Photokatalytische Reinigung von pestizidbelastetem Wasser aus dem Weinbau (PHOTOPUR)” unter der Leitung des Instituts für Umweltwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau hat in den vergangenen drei Jahren einen Prototyp entwickelt, der Abwasser reinigen soll, das bei der Reinigung von Pflanzenschutzgeräten entsteht. Mit der eingesetzten Methode Photokatalyse können Winzer Zeit sparen und die Umwelt schonen. Dabei wird durch UV-Licht eine chemische Reaktion ausgelöst, die organische Verbindungen, wie synthetisch erzeugte Pflanzenschutzmittel, mineralisiert, sprich abbaut. Übrig bleiben unbedenkliche Abbauprodukte wie Wasser und Kohlenstoffdioxid. Für die Aufreinigung wird das aufgefangene Waschwasser in einen Tank am Gerät gefüllt. Von dort aus zirkuliert es so lange langsam an dem Photokatalysator des Reaktors vorbei, bis es gereinigt ist. Untersucht haben die Forscher den Vorgang unter anderem mit Abwasser, das das Anti-Pilzmittel Myclobutanil enthielt. Bereits nach 24 Stunden Behandlung im Photokatalysator waren 75 Prozent der Fungizid-Verunreinigung abgebaut. Als Photokatalysator kommt Titandioxid zum Einsatz, das auf einem metallbasierten Trägermaterial aufgetragen ist. Das Projekt „PHOTOPUR” ist ein Interreg-V-Projekt der Wissenschaftsoffensive 2016 in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) und wurde vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung mit 500 000 Euro gefördert. Insgesamt standen dem Projekt eine Million Euro zur Verfügung. Weitere Informationen unter photopur.org.

Im Reaktor des PHOTOPUR-Prototyps vollzieht sich die photokatalytische Behandlung des Abwassers. Das Abwasser fließt hier über eine spezielle Fläche mit Titandioxidüberzug und wird gleichzeitig mit UV-Licht bestrahlt. Durch die damit ausgelöste photochemi

Webcode: 20200617_002