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23.04.2020

Elektroden für Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen aus Grünschnitt

Unter dem Titel „GreenToGreen” arbeitet ein Konsortium daran, organische Stoffströme für neue Verfahren und Produkte zu erschließen. Der Rohstoff, dem sich die Projektpartner dabei zuwenden, ist kommunaler Grünschnitt. Allein das Frankfurter Grünflächenamt entsorgt davon jährlich 9000 Tonnen. Für Abwasserentsorger interessant: Ein Team um Prof. Dr.-Ing. Dirk Holtmann (TH Mittelhessen, THM) befasst unter anderem mit dem Einsatz von Elektroden, die auf Basis von Grünschnitt hergestellt wurden, in Biobrennstoffzellen auf Kläranlagen. Der Forschungsverbund hat zwei Hauptziele. Einerseits will man wissenschaftlich-technologisch nachweisen, wie sich Grünschnitt als Biomaterial, das massenhaft anfällt und nicht für die Nahrungsmittelproduktion gebraucht wird, wirtschaftlich für Fermentationen nutzen lässt. Auf einer zweiten Arbeitsebene, der Elektro-Biotechnologie, geht es darum, den Grünschnitt als Rohstoff für die Herstellung von Elektroden zu erforschen. Koordinator des Verbundes ist Prof. Dr.-Ing. Dirk Holtmann vom Fachbereich Life Science Engineering der THM. Projektpartner sind die TU Kaiserslautern und die ifn Forschungs- und Technologiezentrum GmbH in Elsteraue. Das auf drei Jahre angelegte Teilvorhaben der THM wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 280 000 Euro gefördert.

Doktorand Alexander Langsdorf testet die ersten Elektroden, die aus Grünschnitt hergestellt wurden.

dirk.holtmann@lse.thm.de

Webcode: 20200423_002