Anzeige


17.01.2020

Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus Abwasser in Entwicklung

Wasserstoffperoxid wollen Wissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg einsetzen, um Mikroplastik aus Abwasser zu entfernen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie erarbeiten Professuren für Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen sowie für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik der TU in den nächsten zwei Jahren eine Lösung, um Industrieabwasser zu reinigen und Mikroplastik zu entfernen. Das Verfahren soll später auch im kommunalen Bereich zur Anwendung kommen. Die Idee: In dem neuen Verfahren wird Wasserstoffperoxid zum Abwasser gegeben; dieses setzt sich an die Mikroplastikteilchen und zerfällt zu Wasser und Sauerstoff. Der Sauerstoff bildet Gasblasen und steigt zusammen mit den Plastikpartikeln an die Wasseroberfläche. Dort können sie schließlich abgefischt werden. Ein neues Nachweisverfahren soll es zudem ermöglichen, die zuzugebende Menge an Wasserstoffperoxid individuell auf die jeweilige Mikroplastikverunreinigung des Abwassers abzustimmen und so unnötigen Verbrauch zu verringern. Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefördert. Unterstützt werden die Wissenschaftler/innen der TU Freiberg außerdem durch die innoscripta GmbH, München.

Prof. Dr.-Ing. habil. Rüdiger Schwarze, Tel. 0 37 31/39-24 86

Ruediger.Schwarze@imfd.tu-freiberg.de

Webcode: 20200117_002