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Projekt zur digitalen Prozessoptimierung von Membranbelebungsreaktoren

Im Vergleich zu konventionellen Kläranlagen ist der Aufwand für Betrieb und Wartung bei Membrankläranlagen (MBR) in der Regel relativ hoch, da die hier eingesetzten Membranen zum Erhalt ihrer Leistung regelmäßig gereinigt werden müssen. Im Vorhaben MBR4.0 am Kompetenzzentrum Wasser Berlin sollen mit digitalen Anwendungen sämtliche Prozessschritte von Membrananlagen optimiert werden. Dazu gehören eine Prozessüberwachung, -steuerung und -visualisierung von Betriebsdaten in Echtzeit. Das Projekt MBR4.0 ist Anfang August 2019 mit der Modellierung und Simulation sämtlicher biologischer, chemischer und verfahrenstechnischer Prozesse von MBRSystemen gestartet. Dabei wird die Software SIMBA# eingesetzt. Die Ergebnisse sind Grundlage für anschließende Testläufe mit Membranmodulen vor Ort auf einem Klärwerk der Berliner Wasserbetriebe. Dazu gehören dann Untersuchungen für eine intelligente Belüftungssteuerung sowie auch eine Betriebsoptimierung zur Entfernung von Stickstoff. Grundlage für die Verbesserung des Wartungsbetriebs ist eine kontinuierliche Erfassung und Dokumentation des technischen Zustands von kritischen Bauteile wie zum Beispiel Feinrechen und Membranen aus dem Lebenszyklus von MBR-Anlagen. Das Vorhaben wird vom BMBF im Programm KMU-innovativ für zwei Jahre gefördert. Projektpartner sind das Unternehmen Martin Systems und die Berliner Wasserbetriebe.

Webcode

20191219_004

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