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21.08.2019

Projekt WAWUR schafft Wissen für Eigenvorsorge bei Starkregen

Mit dem im Juli 2019 unter Leitung der Stadt Dresden, Umweltamt, gestarteten Projekt „Wildabfließendes Wasser in urbanen Räumen” (WAWUR) sollen neue Grundlagen zur Vorsorge gegen Gefahren von Starkregen geschaffen werden. Das Projekt wird durch das Bundesumweltministerium als kommunales Leuchtturmvorhaben im Rahmen des Programms „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels” bis Mitte 2022 gefördert. In einem ersten Schritt werden die Starkregenrisiken für das Programmgebiet Dresden aus der Überlagerung tatsächlicher und statistischer Regenszenarien bestimmt und die überschwemmungsgefährdeten Bereiche über die Kopplung von 2D-Oberflächenmodellen mit 1D-Kanalnetz-Modellen ermittelt. Darauf aufbauend werden für drei Testgebiete potenziell betroffene Bestandsgebäude hinsichtlich ihrer gebäudetypbezogenen Gefährdung analysiert, um gefährdungskonkrete Ansätze zur Schadensminderung für die konkreten Gebäudetypen herauszuarbeiten. Die Ergebnisse sowohl der Starkregen- als auch der Gebäudeanalyse werden im Dresdner 3D-Stadtmodell auf LOD3-/LOD4-Level miteinander verschnitten, um so gebäudekonkret vulnerable Gebäudebestandteile ausweisen zu können. Zugleich wird mit der Arbeit und Visualisierung der Prozesse im 3D-Stadtmodell für alle Betroffenen und Entscheidungsträger eine hohe Transparenz und Verständlichkeit erreicht. Dies soll helfen, die im urbanen Bestand potentiell betroffenen privaten Grundstücks- bzw. Gebäudeeigentümer zu motivieren und zu befähigen, individuelle bauliche Eigenvorsorge gegen potenzielle Schäden infolge von Starkregen zu betreiben.

Ausschnitt aus dem 3D-Stadtmodell Dresden (Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Amt für Geodaten und Kataster, 2019)

Webcode: 20190821_004