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21.01.2019

Eisenoxid zur Grundwassersanierung

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) hat ein neues Verfahren zum Abbau von Schwermetallen bei der Grundwassersanierung entwickelt. Spezielle Eisenoxid-Nanopartikel werden in das Grundwasser leitende Gestein injiziert. Dort überziehen die Partikel die Oberfläche des Sediments und bilden eine Adsorptionsbarriere. Wenn das kontaminierte Wasser hindurchfließt, werden die Schwermetalle dauerhaft zurückgehalten und können sich nicht weiter ausbreiten. Das Verfahren ist in wenigen Tagen einsetzbar, denn es braucht keine großen baulichen Maßnahmen, und funktioniert auch in schwierigen Geländen. Außerdem eignet es sich nicht nur für stillgelegte Industriestandorte, sondern auch für aktive. Das hat das UDE-Team mit weiteren Projektpartnern an zwei sehr belasteten Flächen in Portugal und Spanien sowie an einer weiteren im Kölner Raum gezeigt: Dort konnten die Schwermetalle im Grundwasser reduziert werden.

Prof. Rainer U. Meckenstock, Dr. Sadjad Mohamadian und Dr. Beate Krok (v. l. n. r.) am Sanierungsstandort im Kölner Raum. In den Kanistern befinden sich die speziellen Eisenoxid-Nanopartikel, die sie in das wasserführende Gestein injizieren. (Foto: UDE)

Weiterführende Links
reground-project.eu/
https://www.uni-due.de/biofilm-centre/mikro_projekte_reground.php

Webcode: 20190121_001