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16.11.2018

Verkehrs-Sensortechnik soll vor überfluteten Straßen schützen

Bei Starkregen sind Straßen schnell überflutet und oft unpassierbar. Um Einsatz- und Rettungskräfte über die Verkehrslage zu informieren, arbeitet ein Konsortium aus Kaiserslauternern Wissenschaftlern und den Berliner Wasserbetrieben im Projekt „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur (SENSARE)” an einem Sensorsystem, das direkt meldet, wenn Straßen überflutet werden. Die Kaiserslauterer Forscher um Prof. Theo Schmitt, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der TU Kaiserslautern, werden zunächst in Berlin Stadtgebiete untersuchen, in denen die Gefahr einer Überflutung erhöht ist. Zum Einsatz kommen hierbei Messsensoren, die den Forschern Daten zum Wetter und zu Wasserständen in den Straßen - im Falle von Überflutungen - aus den entsprechenden Stadteilen senden. Diese Daten nutzen sie für ihre Computersimulationen, mit denen sie analysieren werden, wie groß das Risiko ist, dass die Straßen überflutet werden. Parallel dazu wird das Team um Professor Wilko Manz, Institut für Mobilität und Verkehr der TU Kaiserslautern, in diesen Stadtgebieten verkehrskritische Strecken und Knotenpunkte identifizieren, für die Straßen-Überflutungen besondere Verkehrsbeeinträchtigungen bedeuten würden. Darauf aufbauend entwickeln die Ingenieure Strategien, um den Verkehr bei auftretenden Überflutungen für Autos, Busse und Rettungsdienste umzulenken. Hierbei spielen unter anderem Ampelschaltungen und Wegweiser eine Rolle. Darüber hinaus spielen sie Szenarien durch, welche Rolle das autonome Fahren spielen könnte, um beispielsweise Autos und Busse bei einer Überflutung einfach umzuleiten. Alle Erkenntnisse fließen in eine Sensortechnik ein, die bei Überschwemmungen warnen soll. Das Verfahren wird zunächst in Berlin erprobt, kann aber auch in anderen Städten zum Einsatz kommen. Die Arbeiten sind Teil des Verbundvorhabens SENSARE. Projektkoordinator sind die Berliner Wasserbetriebe. Zudem sind am Vorhaben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), die Stromnetz Berlin GmbH (SNB) und die Senatsverwaltung Berlin (SenUVK und SenWEB) beteiligt. Auch dabei sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, das Urban Software Institute, das sich um die Verwaltung kommunaler Daten kümmern wird, sowie das Technikunternehmen Smart City Solutions, das das Sensor-Netzwerk entwickeln wird. Die Kaiserslauterer Forschungsgruppen werden hierbei mit rund 690.000 Euro durch den mFUND des BMVI gefördert. Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD.

Webcode: 20181116_001