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22.05.2018

Abwasserkanal Emscher geht ab September 2018 schrittweise in Betrieb

Neun Jahre nach dem ersten Spatenstich ist es soweit: Die Emschergenossenschaft plant, im September 2018 den Abwasserkanal Emscher schrittweise im Abschnitt zwischen Dortmund und Bottrop in Betrieb zu nehmen. Auf einer Länge von 35 Kilometern wird nach und nach das Emscher-Abwasser eingeleitet werden, der Fluss wird dadurch in den kommenden Jahren immer sauberer. In diesen Teil des modernsten Abwasserkanals Europas investierte die Emschergenossenschaft mehr als eine halbe Milliarde Euro. Der Abwasserkanal Emscher (AKE) ist knapp 51 Kilometer lang. Zwischen Dortmund und Bottrop wurden insgesamt 10 661 Rohr-Elemente mit Innendurchmessern zwischen 1,60 und 2,80 Meter und einem Gesamtgewicht von 213 747 Tonnen vorgetrieben. Neben dem Abwasserkanal Emscher zwischen Dortmund und Bottrop wird die Emschergenossenschaft im Herbst auch die beiden in rund 40 Meter Tiefe liegenden Abwasserpumpwerke in Gelsenkirchen und Bottrop in Betrieb nehmen. Diese sind notwendig, da der Abwasserkanal in Dortmund in einer Tiefenlage von ca. acht Metern unter der Geländeoberkante beginnt und mit einem stetigen Gefälle von 1,50 Metern je Kilometer bis zu 40 Meter tief in die Erde absinkt. Es war unumgänglich, Pumpwerke zwischenzuschalten, die das Abwasser wieder aufwärts befördern. Ohne sie hätte der Kanal bei Dinslaken eine Tiefe von rund 80 Metern erreicht. Insgesamt gibt es drei neue große Pumpwerke in Bottrop, Gelsenkirchen und Oberhausen. Der AKE wird zunächst nur bis Bottrop schrittweise in Betrieb gehen, da der Abschnitt bis zur Kläranlage Bottrop inklusive der beiden Pumpwerke bereits fertig gestellt ist. Im westlichen Abschnitt bis Dinslaken arbeitet die Emschergenossenschaft derzeit noch sowohl an den letzten drei Kilometern des AKE sowie am letzten AKE-Pumpwerk in Oberhausen. Diese Abschnitte werden voraussichtlich 2020 fertig gestellt, sodass der gesamte Kanal mitsamt allen drei Pumpwerken voraussichtlich 2020/2021 in Betrieb gehen kann.

Abwasserpumpwerk Bottrop (Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV)

Webcode: 20180522_004